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Cadenberger Schüler und die Formel 1

29 Februar 2016 Von: Wiebke Kramp, Cuxhavener Nachrichten

CADENBERGE: Die Oberschule Am Dobrock in Cadenberge hat ihr Ticket für die Deutsche Meisterschaft "Formel 1 in der Schule" (Technik-Projekt) gelöst.

Raketenstart für das Team Rocket. Es ist zwischen 15 und 17 Jahre alt und hat die Formel 1 für sich entdeckt – allerdings im Westentaschenformat, denn das Rennauto wiegt gerade einmal 55,4 Gramm. Die Mannschaft befindet sich in der Erfolgsspur. Vor ein paar Tagen hatte ihr windschnittiger Wagen beim Landesentscheid die Nase vorn. Damit qualifizierten sich die Zehntklässler der Schule Am Dobrock für die Teilnahme an den Deutschen Meisterschaften, die Ende in Potsdam stattfinden.

Mit dieser Gewinnermannschaft hat die Schule Am Dobrock – als anerkannte Mint-Schule (Mathe, Informatik, Naturwissenschaften und Technik) – erneut ihrer Schwerpunktausrichtung alle Ehre gemacht und veranschaulicht, warum die Cadenberger Schule für den gymnasialen Zweig Technik ausgewählt wurde. Niklas Vollmann, Leon von Thun, Hauke Jabben, Marie Kunst, Jessika Oltmann und Darian Griemsmann sind von der ganz fixen Truppe. Sie hatten bei der Landesmeisterschaft in Wilhelmshaven eindeutig das schnellste Auto von 34 Schülerteams, die dort an den Start gingen. In nur 1,177 Sekunden flitzte ihr selbst konstruiertes Rennauto übers Parkett der 25-Meter-Strecke. Auf dem Prüfstand waren die Teamleistung aus Konstruktion, Fertigung, Reaktionszeit, Fahrzeuggeschwindigkeit, Business–Plan und Präsentation. Letztlich mussten sich die Cadenberger Schüler nur zwei Schulen aus Oldenburg geschlagen geben, haben aber dennoch als Dritte ihr Ticket für die Deutsche Meisterschaft gelöst. Sie basteln die nächsten Woche sowohl an ihrem Auto weiter und feilen an ihrer Darstellung, um so so gut wie möglich abzuschneiden. Zuvorige Aufregung Dabei hatte es vor dem Landeswettkampf gar nicht so gut ausgeschaut. Fünf Tage zuvor war das Auto noch 12 Gramm zu leicht. In Nachtschichten behoben sie aber das Manko. „Erst zwei Stunden bevor der Bus von hier los fuhr war das Auto endgültig fertig“, grinsen die Schüler jetzt über die Aufregung vor der letztliche gemeisterten Herausforderung. Der Wettbewerb „Formel 1 in der Schule“ fördert bei den Teilnehmern durch die Anwendung von moderner Software Verständnis für die 3 D-Modellierung, Physik, Aerodynamik und Fertigung. Diese Kenntnisse werden beim Bau des Balsa-Holz-Mini Formel 1-Rennwagen erlernt. Und was macht den Spaß am Formel 1-Projekt aus? „Man arbeitet als Team zusammen und entwickelt gemeinsam etwas“, sind die Schüler der Technik AG von Daniel Klink Feuer und Flamme. Erst seit 2014 bietet der Techniklehrer diese Arbeitsgemeinschaft an der Schule Am Dobrock an. Mit Handfestem sind Schülerinen und Schüler offensichtlich zu begeistern. Um Greif- und Begreifbareres geht es an der Oberschule Am Dobrock auch in der neuen Kooperation mit der Universität Oldenburg. Schulleiter Thorsten Fastert besiegelte jetzt diese Zusammenarbeit mit Professor Peter Röben – im Beisein der wissenschaftlichen Mitarbeiterin Viola Fetz aus dem Forschungsgebiet Technische Bildung, Karina Kramer aus der Schulamt des Schulträgers Landkreis Cuxhaven sowie Technikfachlehrer Daniel Klink. Neben Netzwerkarbeit soll die Schule künftig von pädagogischen Konzepten profitieren. Konkret bedeutet es, dass sich die Schule Am Dobrock an Reparaturmaßnahmen beteiligen wird, die von der Uni ausgearbeitet worden sind, um Schülern ganz praxisnah im Technikunterricht zu veranschaulichen, was sich lohnt repariert zu werden und wie es gehandhabt wird. Sollbruchstellen von Handykabeln oder kaputte Joystick-Knöpfe der Playstation könnten demnächst in diesem handfesten Unterricht behoben werden.